Nachrichten und Infos aus der Gemeinde

Starkregen und Unwetter

von Jenny Ebert

Die Starkregenereignisse in den vergangenen Wochen verdeutlichen, dass Starkregen und Sturzfluten eine deutschlandweite Gefahr für Bürger*innen und Hauseigentümer*innen darstellen.

Im Gemeindeboten hatten wir diese Thematik vor längerer Zeit bereits aufgegriffen, möchten diese aber nach den Ereignissen erneut aufnehmen und Informationen an Sie geben.

Von Starkregen spricht man, wenn große Niederschlagsmengen in einer kurzer Zeit niedergehen und durch ihre hohe Intensität zu Überschwemmungen, Sturzfluten, Rückstau in Kanalisation sowie zu Bodenerosionen führen können. Dabei tritt die Überflutung nach Starkregen vor allem in kleinräumigen Gebieten auf.

Die Kurzfristigkeit von Starkregen machen die genaue Vorhersage von Ort und Zeitpunkt des Ereignisses schwierig.

Durch den Klimawandel nehmen derartige Niederschlagsereignisse zu und Wasserbehörden schätzen diese Lage als generelles Risiko ein.

In Deutschland ist die Unwetterwarnung gesetzlich festgeschriebene Aufgabe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Sobald unwetterträchtige Entwicklungen erkennbar sind, werden bis zu 48 Stunden  vor dem Ereignis Warnlageberichte herausgegeben. Die Wetterentwicklung wird weiter beobachtet und die Meldungen weiter geschärft. Bei Starkregenereignissen, welche häufig  an kleinräumige, dynamische konvektive Zellen gebunden sind, ist dies sehr schwierig, im Hinblick auf Niederschlagsmenge sowie deren zeitliche und räumliche Verteilung.  

Dies erschwert den individuellen Schutz ebenso wie den Schutz sachlicher Güter durch Notmaßnahmen.

Daher ist es wichtig, dass jede*r Einzelne Vorsorge trifft, um Gefahren und Schäden zu minimieren. Daher sollten sich auch Privatpersonen regelmäßig über mögliche Unwetterwarnungen informieren -- WarnApps wie NINA, KATWARN, DWD helfen unkompliziert auf dem Laufenden zu bleiben. Gefährdete Flächen wie Keller und Erdgeschoss, können so schneller geräumt werden, Schutzvorkehrungen können getroffen werden (Bereitstellen von Taschenlampen und eines batteriebetriebenen Radios, Vorhalten wichtiger Dokumente - für den Fall des sofortigen Verlassens der eigenen Räume).

Aber auch schon frühzeitig kann Vorsorge betrieben werden - Anpassung der Gebäude durch kleine bauliche Maßnahmen, welche den Eintritt des Wassers ins Gebäude unterbinden oder Abschluss von Versicherungen, die vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen schützen (Elementarzusatzversicherung für Gebäude und Hausrat).

Weitergehende Informationen gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK).

Quelle: DKKV, Bonn

Zurück