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Kinderkrankentage wegen geschlossener Schulen und Kitas

von Jenny Ebert

Mehr Kinderkrankentage für Eltern wegen Corona

Berufstätige Eltern bekommen in diesem Jahr zehn weitere Krankentage pro Elternteil, wenn das Kind krank ist. Das haben Bund und Länder in der vergangenen Woche beschlossen. Damit sollen Eltern, die aufgrund von Kinderbetreuung zu Hause bleiben müssen, finanzielle Sorgen genommen werden. Eltern haben nicht nur Anspruch auf die Kinderkrankentage, wenn das kranke Kind zu Hause betreut werden muss, sondern auch, wenn Schule oder Kita aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen sind.

Elternpaare bekommen jeweils zehn weitere Tage, Alleinerziehende zusätzliche 20 Tage. Wie das zusätzliche Kinderkrankengeld beantragt werden soll, ist derzeit jedoch noch nicht bekannt. Auch ist offen, über welche Bescheinigung die Kinderkrankentage abgewickelt werden, wenn es gar nicht um eine echte Krankschreibung geht und ob auch privatversicherte Eltern einen Anspruch bekommen.

Für die neuen Regelung muss die Bundesregierung noch ein entsprechendes Gesetz erarbeiten und verabschieden. Der Fraktionschef der Bundes-SPD, Rolf Mützenich, rechnet damit, dass in der letzten Januarwoche abschließend darüber beraten wird.

Finanzierung des Kinderkrankengeldes Bislang erhalten Elternpaare zusammen für jedes Kind unter zwölf Jahren 20 bezahlte Krankentage, Alleinerziehende insgesamt 20. Das Kinderkrankengeld zahlen normalerweise die gesetzlichen Krankenkassen. Laut Bundesgesundheitsministerium soll das zusätzliche Geld für Kinderkrankentage aus Steuermitteln finanziert werden. Man gehe von Kosten in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro aus.

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