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Rückschau auf die feierliche Einweihung des Feuerwehrhauses in Schirmenitz

Nach reichlich 1-jähriger Bauzeit übergab die Bürgermeisterin, Frau Christiane Gürth, am 17.09.2016 das neue Feuerwehrhaus in Schirmenitz seiner Bestimmung.
Dazu begrüßte sie die geladenen Gäste  Herrn Sonntag, vom LRA Ref. Brandschutz, Kamerad Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes,
Kamerad Terpe als Vertreter des Kreisfeuerwehrbandes, die Planungsingenieure Herrn Schuster, Frau Reinhardt und Herrn Eckert. Herzlich willkommen hieß sie ihre Amtsvorgängerin und langjährige Begleiterin der Feuerwehren in der Gemeinde, Gabriele Hoffmann. In ihre Amtszeit war der Entschluss zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses auf hochwassersicherem Boden gefallen, die Planung in Auftrag gegeben und der Bau begonnen worden.
Es war ihr eine Ehre und Freude zugleich, Herrn Pfarrer Maik Hildebrandt zu begrüßen. Herr Pfarrer Hildebrandt nahm im Verlauf der Feierstunde die Segnung des Gebäudes vor.
Die zahlreich anwesenden, interessierten Bürger und Kameraden der Wehren der Gemeinde wurden ebenfalls auf das Herzlichste begrüßt.

„Ich bin stolz“, sagte die Bürgermeisterin in ihren einführenden Worten, das Gebäude  seiner offiziellen Bestimmung übergeben zu können.
„Es ist nicht nur ein großer Tag für die Ortswehr, es ist gleichzeitig auch ein wichtiger Tag für die Gemeinde Cavertitz“.
Der Ersatzneubau des Gerätehauses an diesem hochwassersicheren Standort finde nach einer langen Zeit,  die sich von der Beantragung von Fördermitteln über die Planung und vielen weiteren Entscheidungen bis hin zur Einrichtung zog und mit der Einweihung seinen Abschluss finde.
Die Feuerwehr, dies betonte sie, sei keine Freizeiteinrichtung für technikbegeisterte Kameraden, sondern gehöre zur unverzichtbaren Infrastruktur für die Bevölkerung. Wie notwendig diese Infrastruktur ist, zeigen die Einsätze der Feuerwehr immer wieder aufs Neue. „Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürgerinnen und Bürger benötigen ein funktionales Feuerwehrhaus“.  Sie unterstrich mit diesen Worten einmal mehr, wie wichtig eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung und  funktionale Unterkunft der Feuerwehr für den Schutz der Menschen und ihrer Sachgüter in einer Gemeinde ist.
„Der Ersatzneubau des Feuerwehrgerätehauses war dringend erforderlich, denn die Hochwasserereignisse hatten auch vor dem Außiger Feuerwehrgebäude nicht Halt gemacht, dieses erheblich in Mitleidenschaft gezogen und damit die Einsatzfähigkeit der Außiger Wehr vermindert“. So bestand das Bestreben ein Gebäude für die Feuerwehr an einem hochwassersicheren Standort zu errichten. Es habe jedoch nicht  in Außig sein können, da Außig nicht als hochwassersicher eingestuft werde. Die Entscheidung sei auf diesen Platz gefallen, wo „wir jetzt“ stehen.
Das Gebäude solle künftig der Hochwasserstützpunkt sein, von dem aus organisiert und koordiniert werden kann und die  Einsatzkräfte einen sicheren Ort  zum Ausrücken und Ausruhen haben.
Mit der Entscheidung für diesen Standort sei zugleich eine weitere  zukunftsorientierte Entscheidung nämlich aus 2 Wehren eine werden zu lassen, gefallen. Aus Außig und Schirmenitz/Klingenhain wurde – Schirmenitz/Klingenhain/Außig. Mit der Inbetriebnahme der modernen Räumlichkeiten, hofft die Bürgermeisterin auf  ein weiteres Zusammenwachsen der Wehren aber auch auf den Feuerwehrnachwuchs. In dem neuen Haus sei es nunmehr möglich, gemeinsam Dienste zu halten, die Einsatzkleidung und das feuerwehrtechnische Einsatzmaterial unterzubringen, ohne dass die Platzkapazitäten ausgeschöpft sind, gemeinsame Kameradschaftsabende können ebenfalls stattfinden, denn auch diese seien für eine funktionierende Feuerwehr wichtig.

Unmissverständlich verdeutlichte die Bürgermeisterin in ihrer Rede, dass die Gemeinde ohne eine Förderung über die Hochwasserrichtlinie 2013, unter Einbeziehung der Fachförderungen durch das Sächsische Staatsministerium des Inneren und der Sächsischen Aufbaubank den Ersatzneubau nicht hätte bewerkstelligen können.
Wenn auch noch nicht alle Schlussrechnungen vorlägen, so sei bereits abzusehen, dass die geschätzten Gesamtkosten von ca. 770.000 EUR nicht überschritten werden.
Als eine reife Leistung stellte die Bürgermeisterin das Vorhaben von der Planung über Stellung sämtlicher erforderlicher Anträge bis zur Fertigstellung hin. Sie richtete ihren Dank an die Planer und besonders an Frau Kläber die immer die Fäden mit in der Hand gehalten hat.
Das Haus wurde geplant durch die Planungsbüros Herrn Schuster vom Büro für Bauplanung GmbH aus Oschatz,  Frau Reinhardt vom Ing. -Büro für Elektrotechnik Voigt aus Döbeln und Herrn Eckert vom Ing.-Büro Heizung/Sanitär und Lüftung aus Oschatz. Ihnen dankte die Bürgermeisterin für ihre Arbeit sehr herzlich. Es sei sicher nicht immer leicht gewesen die Bauleistungen zu koordinieren, dabei die Wünsche der Gemeinde und  der Feuerwehr zu berücksichtigen und diese dann auch noch in Übereinstimmung mit den Kosten und gesetzlichen Rahmenbedingungen zu bringen. Doch es sei durchaus gelungen.

Allen am Bau beteiligten Unternehmern und Handwerkern dankte sie für ihre gute Arbeit.
Die Feuerwehrkameraden und -kameradinnen haben für ein sauberes Feuerwehrhaus gesorgt. Fenster geputzt, Böden geschruppt, Türen und Schränke gewienert. Auch dafür dankte die Bürgermeisterin sehr herzlich.

Ein Neubau bedeute für die umliegenden Nachbarn immer auch ein gewisses Maß an Belästigungen, sei es durch Lärm, Staub oder in anderer Weise. So bedankte sich die Bürgermeisterin für deren geduldiges Verständnis. Auch in Zukunft können Einsätze, vor allem wenn Sie in Nachtzeiten gefahren werden, Belästigungen bedeuten.

Die Bürgermeisterin erhob gemeinsam mit allen Anwesenden das Glas und wünschte der Freiwilligen Feuerwehr Schirmenitz/Klingenhain/Außig, dass sie sich in ihrem neuen Domizil wohl fühlen und, dass sie von ihren Einsätzen stets wohlbehalten zurückkehren.
Sie gratulierte der Freiwilligen Feuerwehr nochmals sehr herzlich zu ihrem schönen, neuen Gebäude. „Möge dieses Haus einer schnellen Brand- und Gefahrenbekämpfung dienen und damit zur Sicherheit unserer Mitbürger beitragen“.
Gleichzeitig solle dieses Haus aber auch ein motivierendes Heim für unsere Wehrangehörigen sein.

Die Kameraden bedankten sich mit einem dreifachen „gut Wehr“

Die geladenen Gäste gratulierten der Wehr Schirmenitz/Klingenhain/Außig zu ihrem neuen Haus. Kamerad Terpe äußerte sich lobend über Planer und Baufirmen, die alles „Moderne“ reingepackt haben. Dies sollte Ansporn für die Kameraden sein.
Nach der Schlüsselübergabe nahm Herr Pfarrer Hildebrandt die Einsegnung des Gebäudes vor und sprach ein Gebet.

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